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PR-Branche vernachlässigt Online-Medien

16. Oktober 2008 – Nach wie vor messen Agenturen und Pressestellen in Unternehmen den Online-Medien wenig Bedeutung bei, wie eine aktuelle Befragung von Journalisten zeigt. Die Hälfte ist überzeugt, dass die PR-Branche klassischen Print-Medien noch immer den Vorrang gibt. Nur ein Drittel der Befragten glaubt zudem, dass die Unternehmen und Agenturen den onlinespezifischen Anforderungen der Redakteure bereits gerecht werden. Häufig lässt sich das gelieferte Pressematerial nicht ohne Weiteres auf den Online-Bereich übertragen und 42 Prozent halten die bereit gestellten Informationen für nur bedingt brauchbar. Da Online-Redakteure unter mehr Zeitdruck arbeiten und im direkten, öffentlichen Dialog mit ihren Lesern stehen, sind sie besonders auf individuell aufbereitetes und gut strukturiertes Material angewiesen. Das erhalten jedoch nur 12 Prozent von ihnen. 80 Prozent der Journalisten vermuten, dass viele Pressestellen zwar um die speziellen Online-Bedürfnisse wüssten, es ihnen vermutlich jedoch an Zeit, Budget und auch an kreativen Ideen fehle. Dementsprechend sieht sich die Hälfte der Redakteure im Onlinejournalismus sogar vor größere Herausforderungen gestellt als im Print-Bereich.

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