30. Oktober 2008 – Natürlich wäre es schön, wenn alle Deutschen sich im Web 2.0 von ihrer besten Seite zeigen würden. Jeder stellt Inhalte über das ein, worüber er besonders viel zu wissen glaubt. Das würde zu einer Unmenge an Seiten über die deutsche Nationalmannschaft führen, wäre aber das „Mitmachnetz“ oder der „Volksreporter“, wie es den modernen Medienmanagern so vorschwebt. Macht bloß keiner. Die Deutschen liegen vorm Internet genau so faul rum wie vor dem TV. Es werden eher Chips und Cola konsumiert, statt partizipiert. Das sagt jedenfalls die ARD/ZDF-Onlinestudie 2008. Nur 6 % lesen Weblogs „gelegentlich“, Blogschreiber sind wahrscheinlich statistisch gar nicht darstellbar. Generell sind nur 13 % der Deutschen „sehr interessiert“ daran, aktiv Beiträge zu verfassen. Dagegen stehen passive 65 % die dies „weniger“ oder „gar nicht interessiert“. Wenn der Deutsche aktiv wird, dann hauptsächlich beim Chatten (ca. 25%) oder beim Videogucken (ca. 50%). So gesehen ist das Web vor allem eine Bedrohung für Kneipen und Videoverleiher.

 Aus dem Web berichtet Landau Media Vorstand Uwe Mommert, leidenschaftlicher Internet-User und begeisterter Web 2.0-Fan.
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