12. Juni 2008 – Unter deutschen Investor Relation-Websites gibt es weiterhin eklatante Qualitätsunterschiede. Vor allem kleinere TecDax-Unternehmen haben großen Aufholbedarf. Eine Untersuchung der Kommunikationsagentur NetFederation fand heraus, dass es immer noch Konzerne gibt, denen die Online-Kommunikation mit Anlegern, Analysten und Journalisten nicht am Herzen liegt. In der Gesamtwertung liegt Deutschland im europaweiten Vergleich überragend an erster Stelle. Lediglich der italienische Energie-Konzern Eni konnte sich einen Platz in den Europa-Top-Ten neben deutschen Unternehmen sichern. Besonders gelungen sind die Angebote der Branchenriesen BASF SE, Deutsche Post AG und Bayer AG. Ganz oben auf der Pflichtliste für gute IR-Websites steht für viele Unternehmen die Bereitstellung von serviceorientierten Features. Dazu gehören RSS-Feeds, mobile Inhalte und eine Marktanalyse zum Unternehmen. Web 2.0 spielt hingegen keine große Rolle bei deutscher Online-IR. Blogs beispielsweise existieren gar nicht. Im Gegensatz zu den US-Amerikanischen Online Investor Relations. „Es scheint recht unwahrscheinlich, dass sich die deutsche Unternehmenskultur jemals auf Web 2.0 einstellen wird, und die DAX-Konzerne nachziehen werden“, schätzt NedFederation-Geschäftsführer Thorsten Greiten die Situation ein. |