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Wer macht was und warum? Welche Studie hat welche Ergebnisse und wie sieht es auf dem PR-Markt momentan aus?
Wir geben Ihnen die Antworten. Kurz, prägnant und übersichtlich. Lesen Sie hier die aktuellen Meldungen der PR-Branche!

PR-Pranger: Im Hinterzimmer geht die Post ab

Prangerklein.jpg15. Oktober 2009 – Wir können ja eben dabei zusehen, wie eine Berufsgruppe durch die Mangel gedreht wird, die noch vor kurzem unangreifbar schien: die Journalisten. Genauer: die Printjournalisten. Entweder verlieren sie gerade reihenweise ihre Jobs, weil die Verlage sparen müssen; oder sie dürfen um ein Drittel mehr arbeiten, weil keine Planstellen mehr nachbesetzt werden; oder sie müssen aus ihren kuscheligen Einzelzimmern aus- und in lärmige Großraumbüros einziehen, um dort sowohl für Print wie für Online zu arbeiten und zwar unter mieseren Bedingungen als vorher. Dass sich im Hintergrund die Blogger aus dem Internet aufgebaut haben und sie als Vertreter der „Holzmedien“ verhöhnen, fällt dabei kaum noch ins Gewicht.

Das kann natürlich nicht ohne Auswirkungen bleiben. Tut es auch nicht. Die ehemaligen Welterklärer sind kleinlaut geworden (was erst mal gar nicht so schlecht ist). Und sie haben immer weniger Zeit und Mittel, einigermaßen sorgfältig zu Werke zu gehen. Das ist schon schlimmer. Unter den gegebenen Umständen werden Recherchen immer mehr zum Luxus; geschrieben und gedruckt wird, was sich schnell und günstig beschaffen lässt. Was wiederum dazu führt, dass immer mehr PR-Meldungen einfach so übernommen werden – und als eigene Berichte ausgegeben. Das geht schnell, kostet nichts und Ärger mit den Unternehmen kann es auch keinen geben, weil die Texte ja autorisiert sind. Schon vor vier Jahren jammerte das „Netzwerk Recherche“ darüber, dass diese Praxis zunehme. Und wir müssen davon ausgehen, dass sie sich immer mehr durchsetzt.

Wunderbare Zeiten also für die PR-Branche. Wenn immer weniger Journalisten immer mehr damit beschäftigt sind, „Content“ zu „aggregieren“, der möglichst günstig Printprodukte und Homepages füllt, dann muss die Marketing-Branche nichts anderes tun, als ordentlich Material ranschaffen, das sich wie Journalismus anfühlt und liest. Endlich am Ziel der Träume! Keine lästigen Journos mehr, die alles besser wissen und wenn sie es denn nicht besser wissen, es besser wissen wollen.

Ich habe da aber meine berechtigten Zweifel. Die Leser werden merken, was da gespielt wird. Erst ein bisschen, schließlich ganz genau. Nicht weil sie so superklug sind, sondern weil sie ein Instrument an der Hand haben, das die Printjournalisten eben ihre Jobs kostet: das Internet. Schon heute versammeln sich die Konsumenten und Bürger auf unzähligen Plattformen und verraten einander, was sie von bestimmten Produkten halten, wo sie was gehört haben – und welches Unternehmen versucht, sie durch gekaufte bzw. eingeschleuste Artikel übers Ohr zu hauen. Die Rache der mündigen Bürger wird gnadenlos sein. Sie werden die Printmedien abstrafen. Und die PR-Leute, die sie zu hintergehen versuchen.

Was da hilft? Ganz einfach: das Naheliegendste. Die Tugenden des ehrlichen Kaufmanns. Klingt altbacken. Ist aber totale Avantgarde. Und das hat mir kein PR-Berater geflüstert, sondern das habe ich selbst recheriert.

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Hank R..jpgHank R. Wir halten es für große Kunst – unser tägliches Treiben in den PR-Agenturen und Pressestellen des Landes. Doch wie kommt unsere Arbeit draußen an? Eine Edelfeder rechnet mit dem Wahnsinn des Medien- und PR-Geschäfts ab. Alle 14 Tage im PR-Professional

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