10. Juni 2010 – „Öffentlichkeitsarbeit ist im direkten Vergleich meist wirkungsvoller als die klassische Werbeanzeige – jedenfalls wenn es um wichtige Kaufentscheidungen geht, denen der Interessent viel Aufmerksamkeit widmet“, sagte Professor Dr. Lothar Rolke, der in Mainz BWL und Unternehmenskommunikation lehrt, während seines Eröffnungsvortrags auf dem diesjährigen PR & Corporate Publishing Gipfel in Heiligendamm.
Die Wirkkraft der PR übersteige die der Werbung dabei um bis zu 50 Prozent, so die Ergebnisse der bislang aufwändigsten Vergleichsstudie zum Einfluss von Werbung und PR-Beiträgen, die der Mainzer Wissenschaftler auf dem diesjährigen PR-Gipfel vorstellte. Dafür wurden nicht nur mehr als 50 internationale Studien ausgewertet, sondern auch ein eigenes Experiment mit über 1000 repräsentativ ausgewählten Personen durchgeführt. Im Ergebnis zeigt sich: Öffentlichkeitsarbeit überzeugt vor allem, wenn es um die Vermittlung von Wissen, wenn es um Fragen der Glaubwürdigkeit und der Überzeugungskraft von Argumenten geht. Klassische Werbung hingegen kann vor allem dort ihre Stärke entfalten, wo Produkte vermarktet werden, deren Kauf der Konsument weniger Aufmerksamkeit schenkt. Werbung bleibe zwar auch künftig unverzichtbar, weil sie im Gegensatz zur Öffentlichkeitsarbeit vollständig kontrollierbar sei. Allerdings sei sie auch um das Acht- bis Zehnfache teurer, erklärte Rolke den Gipfelteilnehmern, die neben diesen hochkarätigen Keynote Präsentationen auch wegen der exklusiven Networkinggelegenheiten, Workshops und Vier-Augen-Gespräche zum Branchentreff nach Heiligendamm gekommen sind.
| Alle Ergebnisse der aktuellen Vergleichsstudie zur Wirkung von Werbung und PR-Beiträgen sind als Buch erschienen. Zudem lesen Sie in der kommenden Ausgabe des PR-Professional ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Rolke zu seinem Leistungstest der Kommunikationsdisziplinen | |