30. April 2009 – Besonders kostenfreie Bilder von Pressestellen erwärmen die Herzen der Journalisten. Voraussetzung natürlich, dass die Qualität stimmt. Viel Wert legt die Presse hierbei auf die Druckfähigkeit, die Harmonie zwischen Motiv und Text sowie die Angemessenheit von Produktdarstellungen. Das Schlusslicht der PR-Maßnahmen bilden allerdings die Redaktionsbesuche. Sie haben bei den Journalisten am wenigsten Priorität, noch nach den Unternehmensbroschüren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Journalisten-Umfrage des djd deutsche journalisten dienste in Kooperation mit der Uni Würzburg. Es wurden rund 270 Journalisten aus Service- und Verbraucherredaktionen zur Qualität von PR-Material befragt.
Auch bei den Pressemitteilungen haben Journalisten sehr genaue Vorstellungen, was sie lesen möchten. So stören sich die meisten an inhaltslosen Texten. Nicht nachvollziehbare Superlative, unklare Quellenangaben sowie ausufernde Textlängen runden die Meckerliste ab. Weniger lästig sind dagegen Verweise auf die eigene Homepage und die Nennung von Preisen. 41 Prozent der Medienbeiträge enthalten immerhin 20 bis 39 Prozent PR-Material. Mehr als jeder dritte Beitrag basiert sogar zu mehr als 40 Prozent auf Pressemitteilungen. Überraschend ist auch, dass die Journalisten dem PR-Material eine relativ hohe Glaubwürdigkeit attestieren. So bewertet die Mehrheit der Befragten (38 Prozent) PR-Materialien auf einer Skala von 1 (gar nicht glaubwürdig) bis 6 (sehr glaubwürdig) mit 4. |